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Die
Chronik der Stadtkapelle
Die
Geschichte der organisierten Blechmusik in Weißenhorn beginnt
genau am 24.8.1836. In Gegenwart verschiedener Musiker der Stadt
wurde ein Protokoll verfasst, welches "über die Vertheilung
der ganz neu gefertigten Montour-Röke und Tschacos, wie auch
der abgegebenen Säbeln samt Kuppeln an die Landwehr-Musikanten
der hiesigen Compagnie geführt wurde".
Zur
Verschönerung der Landwehr-Compagnie hatte man sich entschlossen,
"die wiederholt in Verfall gekommene türkische Musik zu
erheben und in Vollzug zu setzen."
Geburtstag
der heutigen Stadtkapelle ist der 29.11.1911.
An diesem Tage wurde im Rathaus die Gründung einer neuen Blechmusikgesellschaft
auf dem Rathaus angezeigt. Der erste Auftritt der neuen Kapelle
in der Öffentlichkeit erfolgte anläßlich des 91.Geburtstages
seiner Kgl.Hoheit des Prinzregenten Luitpold von Bayern.
Im
Juli 1952 organisierte die Stadtkapelle in Weißenhorn das
5. Allgäu-Schwäbische Bundesmusikfest.
Anläßlich dieses Bundesmusikfestes wurde erstmals die
Weißenhorner Heimatwoche veranstaltet. Im Jahre 2001 kann
diese Veranstaltung ihr 50. Jubiläum feiern.
Ebenfalls
im Jahre 1952 erhielt die Stadtkapelle ihre neue schwäbische
Tracht. Das kulturelle Leben der Stadt wurde ab dieser Zeit maßgeblich
von der Stadtkapelle mitgestaltet.
Kultureller Höhepunkt eines Jahres ist das Weißenhorner
Gemeinschaftskonzert, das erstmals im Jahre 1970 zusammen mit dem
Orchesterverein und den örtlichen Gesangsvereinen veranstaltet
wurde. Auch im sonstigen gesellschaftlichen Leben ist die Stadtkapelle
nachhaltig engagiert. Neben der Heimatwoche beteiligt sich die Stadtkapelle
am Weißenhorner Altstadtfest und organisiert seit dem Jahre
1993 in den Erdgeschossräumen des Fuggerschlosses das erfolgreiche
"Weinfest unterm Storchennest".
Am
15.8.1970 wurde ein Patenschaftsverhältnis mit der Bürgerkapelle
Nals in Südtirol begründet, das durch regelmäßige
Besuche und Gegenbesuche belebt wird.
Freundschaftliche
Auslandsbeziehungen bestehen auch zur Musique Municipale de Saverne
im Elsaß.
Der
gute Kameradschaftsgeist der heute ca. 50 Musikerinnen und Musiker
umfassenden Kapelle wird u.a. durch Auslandsreisen gepflegt.
Höhepunkte
der bisherigen Vereinsgeschichte waren Auftritte in Athen
im Jahre im Jahre 1986 und anlässlich des Oktoberfestes 1991
in Blumenau in Brasilien (Santa Catarina).
Darüberhinaus
erfolgten mehrtägige Vereinsausflüge u.a. nach Berlin,
an den Lago Maggiore, auf die Insel Rügen
und nach Dresden.
Am
12.3.1972 erhielt die Kapelle die PRO MUSICA Plakette des Bundespräsidenten.
Der
Verein wird geführt seit dem Jahre 1978 vom 1.Vorstand Werner
Weiss. Musikalischer Leiter ist seit dem Jahre 1985 Harald Fenselau. Nachfolger wurde ab dem 1.1.2008 Sebastian Just.
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